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News 13. Juli 2026

Zweite Königsdorfer Trainer:innen-Tage setzen erneut Maßstäbe

Zwei Tage voller Handball, intensiver Praxiseinheiten und fachlichem Austausch: Die zweiten Königsdorfer Kinder- und Jugendtrainer:innen-Tage waren ein voller Erfolg. Knapp 60 Trainerinnen und Trainer aus der Region und darüber hinaus kamen am 11. und 12. Juli in der Gerhard-Berger-Halle zusammen, um sich mit modernen Ansätzen für den Kinder- und Jugendhandball zu beschäftigen.

In Kooperation mit dem Lehrwesen des Handballverbandes Nordrhein bot der TuS Königsdorf ein umfangreiches Fortbildungsprogramm mit insgesamt 18 Lerneinheiten an. Bei vollständiger Teilnahme konnte die Veranstaltung zur Verlängerung von DOSB-C- und B-Trainerlizenzen anerkannt werden.

Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Kinder und Jugendliche über das Spiel entwickelt werden können. Im Fokus standen unterschiedliche Vermittlungsansätze, mit denen Trainer:innen die Spielfähigkeit von Kindern und Jugendlichen gezielt fördern können. Dabei ging es vor allem um Inhalte, die sich unmittelbar in die eigene Trainingspraxis übertragen lassen.

Theorie und Praxis konsequent miteinander verbunden

Das Programm deckte ein breites Spektrum des Kinder- und Jugendhandballs ab. Am Samstag ging es unter anderem um die Vielseitigkeit im Kinderhandball und den gezielten Einsatz unterschiedlicher Bewegungsformen. Weitere Einheiten beschäftigten sich mit der Angriffskooperation Kreuzen und der Frage, wie Spielformen bewusst gesteuert werden können, um bestimmte Lernprozesse auszulösen.

Am Sonntag standen positionsspezifische Inhalte im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden beschäftigten sich mit dem Training von Außenspielerinnen und Außenspielern sowie mit der spielnahen Vermittlung von Positionierung und Grundtechniken für Torhüterinnen und Torhüter. Den Abschluss bildete eine umfangreiche Praxiseinheit unter dem Titel „Spielen geht immer“, die zeigte, wie vielseitig Spielformen auch über den klassischen Kinderhandball hinaus eingesetzt werden können.

Theorie- und Praxiseinheiten wechselten sich dabei konsequent ab. Mehrere Jugendmannschaften des TuS Königsdorf standen als Demonstrationsteams zur Verfügung und machten es möglich, die vermittelten Inhalte direkt in der Halle anzuwenden und gemeinsam zu reflektieren.

Hochkarätiges Referententeam in Königsdorf

Dass die Königsdorfer Trainer:innen-Tage mittlerweile weit über die Region hinaus Beachtung finden, zeigte auch die Besetzung des Referententeams.

Mit Finn Lemke war einer der erfolgreichsten deutschen Handballer der vergangenen Jahre zu Gast in Königsdorf. Der ehemalige Profi gab nicht nur Einblicke in seine Erfahrungen, sondern forderte die Teilnehmenden immer wieder heraus, selbst Lösungen zu entwickeln. Dabei wurden sie selbst Teil des Trainingsprozesses und erlebten unmittelbar und unter Zeitdruck, wie sich Spielformen gezielt steuern und variieren lassen.

Gemeinsam mit ihm sorgten weitere hochkarätige Referierende aus dem Lehrwesen des Deutschen Handballbundes und des Handballverbandes Nordrhein für fachlichen Input auf hohem Niveau. Mit dabei waren Patrick Luig, DHB-Bundestrainer Bildung und Wissenschaft, Klaus Feldmann, Ben Schulze, Alexander Braun, André Nicklas und Patrick Engel.

Die Mischung aus sportwissenschaftlicher Expertise, langjähriger Trainererfahrung und unmittelbarem Praxisbezug machte die Fortbildung besonders wertvoll.

Unterschiedliche Wege statt fertiger Patentrezepte

Besonders positiv bewerteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, dass nicht der eine vermeintlich richtige Trainingsansatz vermittelt wurde. Vielmehr wurden unterschiedliche methodische und didaktische Perspektiven aufgezeigt.

Fabian Lukac, Trainer der JSG Köln, fasste seinen persönlichen Gewinn so zusammen:

„Für mich war der größte Gewinn, dass zwei sehr unterschiedliche methodische und didaktische Ansätze vorgestellt wurden. Es wurde nie vermittelt, dass es den einen richtigen Weg gibt. Vielmehr ging es darum, als Trainer authentisch zu bleiben und zu überlegen, was zur eigenen Persönlichkeit, zur Mannschaft und zur jeweiligen Altersklasse passt. Dafür haben wir unglaublich viel Handwerkszeug mitbekommen.“

Auch Dennis Redlich, DHB-Jugendtrainer Beachhandball, hob mehrere Aspekte besonders hervor:

„Besonders gefallen haben mir die hohe Qualität der Referierenden, das differenziert zusammengestellte Programm und die Tatsache, dass die Interessen der Trainerinnen und Trainer aus dem vergangenen Jahr berücksichtigt wurden. Hinzu kam eine hohe Interaktion und eine große Austauschbereitschaft unter den Teilnehmenden.“

Der offene Dialog zwischen Referierenden und Teilnehmenden war über beide Tage hinweg ein wichtiger Bestandteil der Veranstaltung. Neben den geplanten Einheiten entstanden zahlreiche Gespräche über Trainingsideen, Erfahrungen und unterschiedliche Wege in der Nachwuchsausbildung.

Positive Rückmeldungen und Vorfreude auf 2027

Patrick Luig, Mitinitiator der Fortbildung, Jugendtrainer des TuS Königsdorf und DHB-Bundestrainer Bildung und Wissenschaft, zog ein rundum positives Fazit:

„Knapp 60 Trainer:innen aus der Region, zwei Tage voller Handball und viele spannende Gespräche – genau so haben wir uns die Königsdorfer Trainer:innen-Tage vorgestellt. Mein besonderer Dank gilt unseren Referierenden, die mit viel Engagement und Offenheit zum Gelingen beigetragen haben. Die vielen positiven Rückmeldungen motivieren uns, das Format weiterzuentwickeln. Ich freue mich schon jetzt auf die dritte Ausgabe im Jahr 2027.“

Auch Luca Houseman, Abteilungsleiter der Handballabteilung des TuS Königsdorf und einer der Veranstalter, zeigte sich mit der zweiten Auflage sehr zufrieden:

„Wir konnten an den Erfolg des vergangenen Jahres anknüpfen. Besonders freut mich, dass sowohl Referierende als auch Teilnehmerinnen und Teilnehmer teilweise aus ganz Deutschland nach Königsdorf gekommen sind. Das zeigt, welchen Stellenwert die Veranstaltung inzwischen erreicht hat.“

Für ihn stand vor allem die Bedeutung des Spielens in der Nachwuchsausbildung im Mittelpunkt:

„Kinder- und Jugendhandball muss vor allem Spaß machen und vom Spielen leben. Wenn wir den Trainerinnen und Trainern den Mut mitgeben konnten, genau das in ihrem Training umzusetzen, dann haben wir gemeinsam einen wichtigen Schritt für die Ausbildung unserer Kinder und Jugendlichen gemacht.“

Dass das Konzept überzeugt, zeigte sich für Houseman auch unmittelbar nach der Veranstaltung:

„Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben bereits gefragt, welche Themen wir im nächsten Jahr anbieten werden. Das ist für uns das schönste Kompliment und zeigt, dass die Vorfreude auf die dritte Auflage schon heute groß ist.“

Ein starkes Format für den Kinder- und Jugendhandball

Mit den Königsdorfer Trainer:innen-Tagen hat sich der TuS Königsdorf als Veranstalter einer hochwertigen Fortbildungsreihe etabliert. Die Verbindung aus wissenschaftlich fundierten Inhalten, prominenten und erfahrenen Referierenden, einem hohen Praxisanteil und intensivem Austausch macht das Format weit über die Vereinsgrenzen hinaus attraktiv.

Die Veranstaltung stärkt damit nicht nur die Qualifizierung einzelner Trainerinnen und Trainer. Sie leistet zugleich einen nachhaltigen Beitrag zur Weiterentwicklung des Kinder- und Jugendhandballs in der gesamten Region.

Ein herzlicher Dank gilt allen Referierenden, Organisatorinnen und Organisatoren, den beteiligten Jugendmannschaften des TuS Königsdorf, allen Helferinnen und Helfern sowie den knapp 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die die zweite Auflage zu einem besonderen Wochenende gemacht haben.

Die Vorfreude auf die dritten Königsdorfer Trainer:innen-Tage im Jahr 2027 hat bereits begonnen und der Termin steht auch schon fest. Notiert euch jetzt den 10. und 11. Juli 2027 im Kalender.

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