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News 28. September 2026

Wie gehen eigentlich zweite Halbzeiten?

Nach dem kurzfristigen Rückzieher des Dünnwalder TV und dem damit verbundenen Sieg am grünen Tisch stand für unsere 3. Herren am vergangenen Sonntag das eigentlich erste Saisonspiel auf dem Programm: auswärts bei den Cologne Kangaroos.

Begeisterte Leserinnen und Leser der Spielberichte unserer Dritten erinnern sich vielleicht noch an das letzte Gastspiel in der vergangenen Saison. Damals gelang es der Mannschaft in den ersten 14 Minuten der zweiten Halbzeit nicht, ein einziges Tor zu erzielen – am Ende wurde der TuS mit 22:34 nach Hause geschickt. Auch das Rückspiel verlief nicht wesentlich erfreulicher.

Das Ziel für diesmal war deshalb eindeutig: Revanche!

Der Plan war gut …

Die Marschroute für das Spiel war klar: eine solide Abwehr, im Angriff geduldig gute Wurfmöglichkeiten herausspielen und dazu ein cleveres, punktuell eingesetztes Tempospiel.

Soweit der Plan.

In der Halle lief es allerdings erneut nicht so, wie sich die Königsdorfer das vorgestellt hatten. Zu keinem Zeitpunkt gelang es dem TuS, in Führung zu gehen. Dabei mangelte es weniger an den Möglichkeiten als vielmehr an deren Verwertung.

Selbst vom Siebenmeterpunkt, an dem die 3. Herren eigentlich über mehrere zuverlässige Schützen verfügen, wollte an diesem Tag wenig funktionieren: Vier von fünf Siebenmetern wurden vergeben.

Trotzdem ließ sich die Mannschaft in der ersten Halbzeit nicht entmutigen und arbeitete sich immer wieder an die Kangaroos heran. In der 25. Minute gelang schließlich der 12:12-Ausgleich.

Doch ausgerechnet in den letzten Minuten vor der Pause folgte die nächste Schwächephase. Statt mit einem ausgeglichenen Spielstand ging es mit einem 12:15-Rückstand in die Kabine.

„Drei Tore sind nichts“

An dieser Stelle könnte man im Grunde den Spielbericht aus dem vergangenen Jahr wieder hervorholen.

Damals hieß es:

„Vier Tore sind nichts“, sagte Trainer Ralph in der Halbzeit zu seinen Spielern. Mit konsequenter Rückwärtsbewegung und ruhigem Durchstoßen im Angriff, um Lücken zu ziehen, könne man den Gegner noch schlagen.

Dieses Mal musste lediglich eine Zahl ausgetauscht werden:

Drei Tore sind nichts.

Das Problem: Auch dieses Mal schafften es die 3. Herren nicht, wach aus der Kabine zu kommen.

Und wieder diese zweite Halbzeit …

Zahlreiche Wurfmöglichkeiten blieben ungenutzt, hinzu kamen technische Fehler. Statt den Rückstand schnell zu verkürzen, liefen die Königsdorfer zunehmend einem größeren Abstand hinterher.

In der 45. Minute lagen die 3. Herren schließlich mit 16:22 zurück.

Langsam gelang es der Mannschaft, sich wieder wachzurütteln. Der TuS versuchte noch einmal alles und stellte unter anderem auf Manndeckung um, um Ballverluste und verfrühte Abschlüsse der Kangaroos zu provozieren.

Doch der Rückstand war nicht mehr aufzuholen.

Am Ende stand eine 26:32-Niederlage – und einmal mehr die Erkenntnis, dass ein Handballspiel leider nicht nach 30 Minuten beendet ist.

Gegen den PSV sollen die ersten selbst erspielten Punkte her

Lange Zeit zum Ärgern bleibt nicht. Bereits am kommenden Sonntag steht das nächste Spiel an – diesmal vor heimischer Kulisse gegen den PSV Köln.

Vor allem bei der Chancenverwertung wird eine deutliche Steigerung notwendig sein. Denn Möglichkeiten gab es gegen die Kangaroos durchaus genügend.

Jetzt gilt es, diese auch zu nutzen.

Das Ziel für Sonntag ist jedenfalls klar: Nach den ersten beiden Punkten am grünen Tisch sollen nun auch die ersten selbst erspielten zwei Punkte der Saison folgen.

Und vielleicht finden wir bis dahin auch noch heraus:

Wie gehen eigentlich zweite Halbzeiten?

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