Longericher SC III – TuS Königsdorf III
Endstand: 28:16 – aber Gefühle sind bekanntlich wichtiger als Tore.
Schon im letzten Training ließ unser Trainer die Motivationsrakete steigen:
"Jungs, realistisch: Die Chance auf Punkte in den nächsten Spielen ist nicht so besonders."
Damit war der Ton gesetzt.
Kurz vor dem Spiel wurde im Mannschaftschat dann die entscheidende taktische Frage gestellt:
"Wenn wir eh einen auf den Sack kriegen, sollten wir vielleicht noch einen Kasten Bier zusätzlich dabei haben?"
Man muss ja vorbereitet sein. ;-)
Vor dem Anpfiff
Vor dem Spiel schwor Ralph uns ein:
"Habt Spaß! Und denkt dran: Ihr müsst nicht jeden Wurf direkt reinwerfen. Wenn die ersten zwei oder drei Würfevorbei gehen, ist das schon ok." Und wie wir uns daran gehalten haben!
Trefferquote? Sagen wir so: Wir waren sehr bemüht, seine Erwartungen nicht zu enttäuschen.
Erste Halbzeit – Justin vs. LSC III
Der Gastgeber zog früh davon, aber zum Glück hatten wir Justin im Tor – einen Mann, der offensichtlich beschlossen hatte, dass wenigstens sein persönlicher Spielbericht schön aussehen soll.
Mit seinen Paraden hielt er die Niederlage in der ersten Halbzeit im „peinlich, aber nicht komplett katastrophal“-Bereich.
Ohne ihn hätte es statt 13:6 vermutlich eher 23:3 gestanden – und das noch optimistisch gerechnet.
Halbzeit – Die berühmte Frage
In der Kabine dann wieder Taktik auf Königsdorfer Art:
„Greifen wir nochmal für den Sieg an – oder reicht’s, wenn wir wenigstens die zweite Halbzeit gewinnen?“
Der demokratische Mannschaftsentscheid lautete:
Sieg in der zweiten Halbzeit!
Das Ergebnis lautete:
Auch das irgendwie verpasst!
Aber hey – Fortschritt ist Fortschritt: Wir haben die zweite Halbzeit immerhin mit nur einem Tor weniger verloren als die erste! Da kann man doch fast zufrieden sein.
Ein faires Spiel – und ein fairer Fernsehabend
Die Partie war trotz des Ergebnisses extrem fair, respektvoll und angenehm – kein Gemecker, kein Theater, nur ehrlicher Handball.
Nach dem Schlusspfiff standen wir mit den Jungs vom LSC III zusammen, haben uns das Ende des Deutschlandspiels der EM reingezogen und waren uns einig:
Unser Spiel hätte eigentlich auch übertragen werden müssen. Vielleicht nicht wegen der Qualität – aber definitiv wegen der gutaussehenden Spieler.
Fazit
Wir haben verloren.
Deutlich.
Ja, wirklich deutlich.
Aber wir hatten Spaß, Bier war genug da, niemand hat sich ernsthaft verletzt, auch wenn ich diese Zeilen mit einer Gipsschiene am Handgelenk schreibe… Justin hat Glanzparaden gesammelt, und wir waren uns nach dem Spiel einig, dass wir uns gut verkauft und clever gespielt haben.
TuS Königsdorf III – Handball. H3imat. Herzblut und realistisches Erwartungsmanagement.
Autor: Hendrik Germann
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