Historischer Erfolg: 1. Damen steigen in die 3. Liga auf
Was für ein Abend. Was für ein Comeback. Was für ein Erfolg für den TuS Königsdorf.
Unsere 1. Damenmannschaft hat am Samstagabend mit einem dramatischen Auswärtssieg bei der HSG Baunatal den Aufstieg in die 3. Liga perfekt gemacht. Nach einem echten Handball-Krimi gewann das Team trotz eines zwischenzeitlichen Sieben-Tore-Rückstands am Ende mit einem Tor Vorsprung – und machte damit bereits vorzeitig den größten Erfolg der jüngeren Vereinsgeschichte perfekt.
Die Ausgangslage vor dem Spiel war klar: Nach der knappen Niederlage gegen die Zweitvertretung von Borussia Dortmund brauchte der TuS in Baunatal mindestens ein Unentschieden, um den Traum von der 3. Liga vorzeitig Wirklichkeit werden zu lassen.
Doch zunächst sah wenig danach aus. Die Gastgeberinnen erwischten den deutlich besseren Start, während Königsdorf nicht richtig ins eigene Spiel fand. Im Angriff fehlte die Konsequenz, in der Abwehr kassierte das Team zu viele einfache Tore. Baunatal setzte sich ab – zwischenzeitlich sogar auf sieben Treffer.
Der Aufstieg schien plötzlich weit weg.
Doch dann kam die Halbzeitpause. Und offenbar fand Trainer Ole Romberg genau die richtigen Worte.
Was die Mannschaft in der zweiten Hälfte zeigte, war eine beeindruckende Willensleistung. Schritt für Schritt kämpften sich die Königsdorferinnen zurück, holten Tor um Tor auf und drehten die Partie vollständig. Aus einem deutlichen Rückstand wurde eine eigene Führung – zwischenzeitlich lag der TuS sogar mit vier Treffern vorne.
Ole Romberg erklärte nach dem Spiel den Unterschied zwischen beiden Halbzeiten vor allem mit der mentalen Komponente:
„In der ersten Halbzeit haben wir viele Fehler gemacht, die wir sonst nicht machen. Das waren weniger taktische Probleme, sondern eher Kopfsache – viele technische Fehler und Aktionen, die nicht zu unserem Spiel passen.“
Nach der Pause habe seine Mannschaft deutlich mehr Ruhe und Kontrolle gezeigt:
„Die Mädels haben in der zweiten Halbzeit deutlich besser gedeckt, deutlich souveräner und kontrollierter gespielt und vor allem unser Sieben-gegen-Sechs im Angriff sehr diszipliniert und entschlossen umgesetzt.“
Auch Mannschaftskapitänin Deborah Seipp beschrieb die Partie als emotionale Achterbahnfahrt:
„Wir haben uns in der ersten Halbzeit total schwergetan und uns zwischendurch ein bisschen selbst verloren. In der Halbzeit haben wir es dann aber geschafft, wieder einen klaren Kopf zu bekommen und uns auf das zu besinnen, was wir können.“
Die Umstellung im Angriff wurde dabei zu einem wichtigen Faktor:
„Das Sieben-gegen-Sechs hat unser Angriffsspiel deutlich einfacher gemacht. Gleichzeitig war die Abwehr in der zweiten Halbzeit richtig stark. Man hat wieder das Feuer und die Körpersprache gesehen – alle hatten einfach wieder total Bock.“
Genau diese Energie brachte den TuS zurück ins Spiel. Der Rückstand wurde aufgeholt, die Führung erkämpft – und mit großem Willen über die Zeit gebracht.
Dann war es geschafft.
Abpfiff. Auswärtssieg. Aufstieg. 3. Liga.
Für die Mannschaft ist dieser Erfolg der verdiente Lohn für eine außergewöhnliche Saison. Bereits in der Regionalliga hatte der TuS mit einer nahezu perfekten Spielzeit überzeugt und sich souverän für die Aufstiegsrunde qualifiziert. Nun folgt mit dem Aufstieg der nächste große Schritt.
Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung der vergangenen Jahre. Sportlich, strukturell und mannschaftlich hat sich dieses Team kontinuierlich weiterentwickelt – und erreicht nun den bisherigen Höhepunkt.
Damenwart Wolfgang Weitz ordnete den Erfolg entsprechend ein:
„Was diese Mannschaft in den letzten Jahren für eine Entwicklung genommen hat, ist wirklich außergewöhnlich. Der Aufstieg ist das Ergebnis harter Arbeit, großer Leidenschaft und eines enormen Zusammenhalts innerhalb des Teams und des gesamten Vereins.“
Auch Handball-Abteilungsleiter Luca Houseman zeigte sich nach dem Spiel stolz:
„Man kann vor dieser Mannschaft und dem Trainerteam nur den Hut ziehen. Wir als Verein sind unfassbar stolz darauf, dass sie diesem Druck standgehalten und sich den Traum von der 3. Liga erfüllt haben.“
Nach dem Schlusspfiff kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Spielerinnen, Trainerteam, Verantwortliche und mitgereiste Fans feierten gemeinsam einen Abend, der sicher einen festen Platz in der Geschichte des Königsdorfer Handballs bekommen wird.
Handball. Heimat. Herzblut.
Selten hat dieser Satz besser gepasst als an diesem Abend in Baunatal.
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